Wann mähroboter?
März bis November – Einsatz, solange der Rasen wächst; im Spätherbst reinigen und frostfrei einwintern
Für wen lohnt sich ein Mähroboter?
Ein Mähroboter nimmt Ihnen die regelmäßige Arbeit ab, sorgt aber nicht für einen perfekten Rasen ohne Zutun. Er passt gut, wenn diese Punkte zutreffen:
- Die Fläche ist eben oder nur leicht geneigt und halbwegs übersichtlich.
- Sie wollen den Rasen dauerhaft in gleicher Höhe halten, ohne ein Wochenende dafür zu opfern.
- Es gibt wenige Engstellen, Inseln und Beete mitten in der Fläche.
- Sie können einen Stellplatz für die Ladestation mit Stromanschluss einrichten.
Weniger sinnvoll ist er bei sehr kleinen Flächen, vielen schmalen Durchgängen, steilen Böschungen oder wenn Sie Wert auf einen sehr kurz geschnittenen Zierrasen legen. Dann ist ein normaler Mäher oft die einfachere Lösung.
Wie arbeitet ein Mähroboter?
Der Roboter fährt die Fläche selbstständig ab, mäht in kleinen Schritten und kehrt zum Laden zur Station zurück. Er schneidet nur die Halmspitzen, deshalb ist das Schnittgut so fein, dass es zwischen den Gräsern liegen bleiben und verrotten kann.
Mit Begrenzungsdraht
Bei vielen Geräten wird ein dünnes Kabel um die Fläche und um Hindernisse gelegt. Es sendet ein Signal, an dem der Roboter die Grenze erkennt. Das Kabel wird auf den Boden gepinnt oder knapp unter der Grasnarbe eingegraben. Vorteil: bewährte Technik, die auch unter dichtem Bewuchs funktioniert. Nachteil: Verlegen kostet Zeit, und ein Kabelbruch muss gesucht und repariert werden.
Drahtlos
Drahtlose Geräte orientieren sich über Satellitenortung mit Korrektursignal (oft RTK genannt), teils ergänzt durch Kamera oder Sensoren. Die Grenzen legen Sie in einer App fest. Vorteil: kein Kabel, Flächen lassen sich leicht ändern. Nachteil: Unter Bäumen, an hohen Hecken oder Hauswänden kann der Empfang schlechter werden. Das hängt vom Gerät und vom Grundstück ab, prüfen Sie die Herstellerangaben zu Ihrer Situation.
| Mit Begrenzungsdraht | Drahtlos (Satellit mit Korrektursignal) | |
|---|---|---|
| Einrichtung | Kabel verlegen, Grenzen im Boden | Grenzen in der App festlegen, Referenzstation oder Empfang nötig |
| Änderungen an der Fläche | Kabel versetzen | in der App anpassen |
| Störanfälligkeit | Kabelbruch, Lücken im Kabel | schlechter Empfang unter Bäumen und an Hauswänden möglich |
| Sichtbarkeit | Kabel unter der Narbe, an den Rändern erkennbar | keine Kabel im Garten |
Mulchen: Warum der Roboter keinen Fangkorb braucht
Weil der Roboter täglich oder jeden zweiten Tag nur wenig abschneidet, fällt das Schnittgut so fein an, dass es als Mulch auf der Fläche bleiben kann. Es gibt Nährstoffe an den Boden zurück und kann den Düngebedarf senken. Mehr zu Vorteilen, Nachteilen und Grenzen steht im Beitrag Rasen mulchen oder mähen.
Wichtig ist, dass der Rasen nicht zu lange hoch wächst, etwa nach einer Pause durch Regen oder Urlaub. Dann klumpt das Schnittgut. Stellen Sie in solchen Fällen höher ein, mähen Sie in mehreren Etappen oder fangen Sie das Schnittgut einmal mit einem normalen Mäher auf.
Welche Schnitthöhe und welche Mähzeiten?
Die Schnitthöhe stellen Sie am Gerät ein, der mögliche Bereich hängt vom Modell ab. Für Gebrauchsrasen gelten dieselben Werte wie beim normalen Mäher: üblich sind 4 bis 5 cm. Pro Schnitt sollte höchstens ein Drittel der Halmlänge fallen. Beim Roboter ist das meist kein Problem, solange die Fläche nicht zu hoch wächst.
- Im Hochsommer und bei Hitze: etwas höher einstellen, etwa auf 5 cm.
- Im Schatten: nicht zu kurz mähen, damit die Halme mehr Licht sammeln.
- Bei Regen und nassem Gras: Viele Geräte haben einen Regensensor. Nasses Gras wird unsauber geschnitten, und Räder können Spuren hinterlassen.
- Mähzeitraum: etwa von März bis Oktober, in milden Jahren bis November, solange der Rasen wächst.
Wie oft und in welchen Zeitfenstern der Roboter läuft, stellen Sie im Zeitplan des Geräts ein. Legen Sie die Zeiten so, dass er nicht dann läuft, wenn Kinder oder Haustiere im Garten spielen.
Ab wann darf der Mähroboter auf Rollrasen?
Frisch verlegter Rollrasen ist in den ersten Wochen empfindlich. Gehen Sie so vor:
- Ersten Schnitt von Hand oder mit dem Mäher: Er steht an, wenn die Halme etwa 8 bis 10 cm lang sind, meist 7 bis 14 Tage nach dem Verlegen. Kürzen Sie höchstens ein Drittel.
- Anwurzeln prüfen: Heben Sie eine Ecke einer Sode an. Hält sie, sind Wurzeln gewachsen.
- Roboter erst danach einsetzen, zunächst mit hoher Schnitthöhe, und dann schrittweise auf 4 bis 5 cm absenken.
- Boden nicht aufweichen: Bei durchnässtem Boden oder während der Anwuchsphase lieber pausieren, damit Räder keine Dellen und Spuren hinterlassen.
Das Verlegen der Fläche beschreibt die Anleitung Rollrasen verlegen. Brauchen Sie einen Begrenzungsdraht, planen Sie seinen Verlauf am besten schon vor dem Verlegen.
Igel- und Tierschutz
Igel und andere nachtaktive Tiere sind in der Dämmerung und nachts unterwegs. Ein Mähroboter erkennt sie nicht zuverlässig und kann sie verletzen. Fachleute aus dem Naturschutz raten daher, Mähroboter nachts nicht einzusetzen und im Haus oder außerhalb des Gartens stehen zu lassen.
- Lassen Sie den Roboter nur tagsüber laufen, nicht in der Dämmerung und nachts.
- Kontrollieren Sie Ecken und Laubhaufen, in denen sich Tiere verstecken können, bevor Sie den Roboter starten.
- Im Herbst und Frühjahr, wenn Jungtiere und Winterquartiere in Hecken und Laub liegen, besonders aufmerksam sein.
Manche Gemeinden und Naturschutzstellen sprechen dieselbe Empfehlung aus. Es handelt sich um eine Empfehlung zum Tierschutz, unabhängig von den gesetzlichen Ruhezeiten.
Ruhezeiten für Mähroboter
Mähroboter sind Rasenmäher im Sinne der 32. BImSchV. In Wohngebieten dürfen sie sonn- und feiertags nicht laufen und werktags nicht zwischen 20 und 7 Uhr. Eine Mittagsruhe können Gemeinde oder Hausordnung zusätzlich vorschreiben. Das ist keine Rechtsberatung, fragen Sie im Zweifel bei Ihrer Gemeinde nach. Alle Einzelheiten stehen im Beitrag Gesetzliche Ruhezeiten.
Kanten, Engstellen und Hindernisse
Ein Roboter schneidet nicht bis an die Kante. Rechnen Sie damit, dass an Mauern, Zäunen, Beeten und Bäumen ein schmaler Streifen stehen bleibt. Mit der Rasenkantenschere oder einem Trimmer schneiden Sie ihn gelegentlich nach. Ein ebener Pflasterstreifen am Rand, auf dem ein Rad mitfahren kann, verringert den Nacharbeitsaufwand.
- Engstellen: Durchgänge müssen so breit sein, wie der Hersteller angibt. Sonst bleibt der Roboter hängen oder meidet den Bereich.
- Hindernisse: Bäume, Spielgeräte und Beete schließen Sie über Kabel oder in der App aus. Kleine Hindernisse erkennt der Roboter über den Stoßsensor.
- Steigungen: Jedes Gerät hat eine maximale Steigung. Auf steilen oder nassen Hängen kann es rutschen und die Narbe beschädigen.
- Spielzeug und Äste: Sammeln Sie vorher auf. Sie beschädigen sonst Messer und Fahrwerk.
Vor- und Nachteile im Überblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| gleichmäßige Schnitthöhe, geringer Zeitaufwand | Anschaffung und Einrichtung kosten Geld und Zeit |
| feines Mulchgut, Nährstoffe bleiben im Boden | Kanten und Ecken müssen nachgeschnitten werden |
| leise im Betrieb | Tiere können verletzt werden, wenn er nachts läuft |
| läuft nach Zeitplan auch bei Abwesenheit | Fläche muss übersichtlich sein, Engstellen und Hänge sind schwierig |
| regelmäßiges Mähen hält den Rasen dicht | Wartung nötig: Messer wechseln, reinigen, Kabel prüfen |
Was kostet ein Mähroboter?
Die Preise unterscheiden sich stark. Sie hängen vor allem von der Flächengröße, der Steigungsfähigkeit, der Ortungstechnik und der Ausstattung ab. Drahtlose Geräte und Modelle für große oder hügelige Flächen sind teurer als einfache Geräte für kleine, ebene Gärten. Dazu kommen laufende Kosten für Ersatzmesser, Strom und gegebenenfalls Verlegen des Kabels. Konkrete Preise nennt dieser Ratgeber nicht, denn sie ändern sich laufend.
Wartung und Einwintern
Reinigen Sie das Gerät regelmäßig, besonders Unterseite und Messer, und wechseln Sie die Klingen nach Herstellerangabe. Stumpfe Messer reißen die Halme und färben die Spitzen braun, ein Zeichen wie beim normalen Mäher.
Wenn der Rasen im Spätherbst kaum noch wächst, beenden Sie die Saison:
- Roboter und Ladestation reinigen und trocknen.
- Akku nach Herstellerangabe laden oder lagern, meist frostfrei und trocken.
- Ladestation im Winter aus dem Garten holen oder abdecken, wenn der Hersteller es vorsieht.
- Kabel, Stromversorgung und Pins im Frühjahr kontrollieren, bevor Sie wieder starten.
- Schnitthöhe im Frühjahr zunächst höher einstellen und danach schrittweise absenken.
Wie die Pflege nach dem Winter weitergeht, steht im Beitrag Rasen richtig mähen.
Häufige Fragen
Lohnt sich ein Mähroboter?
Vor allem bei ebenen, nicht zu verwinkelten Flächen und wenn Sie wenig Zeit zum Mähen haben. Bei vielen Engstellen, steilen Hängen oder sehr kleinen Flächen ist ein normaler Mäher oft die einfachere Lösung.
Ab wann darf ein Mähroboter auf Rollrasen?
Mähen Sie den ersten Schnitt mit dem Mäher, wenn die Halme etwa 8 bis 10 cm lang sind und die Soden angewachsen sind, meist nach 7 bis 14 Tagen. Danach kann der Roboter übernehmen, anfangs mit hoher Schnitthöhe.
Welche Schnitthöhe stelle ich beim Mähroboter ein?
Für Gebrauchsrasen sind 4 bis 5 cm üblich, nach dem Verlegen schrittweise abgesenkt. Im Hochsommer und im Schatten stellen Sie eher höher ein. Der einstellbare Bereich hängt vom Gerät ab.
Darf der Mähroboter nachts laufen?
Rechtlich ist er in Wohngebieten zwischen 20 und 7 Uhr sowie sonn- und feiertags nicht erlaubt. Zusätzlich raten Fachleute aus dem Naturschutz, ihn nachts im Haus zu lassen, weil nachtaktive Tiere wie Igel verletzt werden können.
Braucht ein Mähroboter einen Begrenzungsdraht?
Viele Geräte arbeiten mit einem verlegten Draht, der die Fläche eingrenzt. Es gibt auch drahtlose Modelle, die sich per Satellitenortung mit Korrektursignal oder per Kamera orientieren. Welche Lösung passt, hängt von Grundstück und Bewuchs ab.
Muss ich bei einem Mähroboter noch mähen oder düngen?
Kanten und unerreichbare Ecken schneiden Sie gelegentlich nach. Das Schnittgut ersetzt einen Teil der Düngung, aber nicht jeden Bedarf. Beobachten Sie Farbe und Dichte des Rasens.
Wann kommt der Mähroboter in den Winterschlaf?
Wenn der Rasen im Spätherbst kaum noch wächst, stellen Sie den Betrieb ein. Reinigen Sie das Gerät und lagern Sie es nach Herstellerangabe frostfrei.