Eine Person in grünen Arbeitshandschuhen rollt einen Streifen Rollrasen auf vorbereitetem Boden aus.

Rollrasen: Überblick zu Vorteilen, Preisen, Verlegen und Pflege

Rollrasen ist fertiger Rasen, der als Rolle geliefert und direkt verlegt wird. Diese Seite zeigt, wie er entsteht, was für und gegen ihn spricht und wo Sie zu Preisen, Kauf, Sorten, Verlegen und Pflege die Details finden.

Aktualisiert am 4 Minuten Lesezeit Von Daniel Nilges

Was ist Rollrasen?

Rollrasen wird wie Saatrasen aus Samen angezogen, aber auf einem Feld und für den späteren Verkauf als Rolle. Nach etwa 12 bis 14 Monaten ist die Narbe dicht genug. Eine Erntemaschine schält sie dann mit einer Schicht Boden ab, die Nenn-Schäldicke beträgt 20 mm. Der Streifen wird aufgerollt und möglichst sofort verlegt.

Auch Fertigrasen und Rasenteppich werden für Rollrasen verwendet. Im Gegensatz zu Kunstrasen ist es lebender Naturrasen, der wie Saatrasen gepflegt wird. Die Unterschiede zeigt der Vergleich Rollrasen, Kunstrasen und Hybridrasen.

Welche Vorteile hat Rollrasen?

  • Schnell grün: Die Fläche sieht sofort geschlossen aus. Betretbar ist sie nach etwa zwei Wochen, wenn die Wurzeln angewachsen sind.
  • Wenig Unkraut am Anfang: Die dichte Narbe lässt Unkrautsamen wenig Platz.
  • Planbar: Die Fläche lässt sich ausmessen und die Menge berechnen.
  • Hanglagen: Die Soden sichern den Boden gegen Abschwemmen. Auf Böschungen werden sie zusätzlich fixiert.
  • Fast ganzjährig: Verlegen lässt sich Rollrasen in frostfreien Monaten, nicht nur zur Aussaatzeit.

Welche Nachteile hat Rollrasen?

  • Kosten: Beim Material ist Rollrasen deutlich teurer als Saatgut, oft mehr als das Zehnfache.
  • Zeitdruck: Der Rasen lebt und darf nach der Ernte nicht lange lagern. Der Boden muss bei Lieferung bereit sein.
  • Wasserbedarf: In den ersten Wochen darf der Rasen nicht austrocknen, auch nicht an heißen Tagen.
  • Gewicht: Kleine Rollen lassen sich von Hand tragen, größere Formate brauchen Maschinen.

Ob Rollrasen oder Saat besser passt, entscheidet der Einzelfall. Die Entscheidungshilfe Rollrasen oder Rasensaat fasst die Kriterien in einer Vergleichstabelle zusammen.

Was kostet Rollrasen?

Das Material kostet je nach Sorte, Menge und Lieferung meist etwa 3,50 bis 10 Euro pro Quadratmeter. Kleine Mengen und Lieferung treiben den Preis, Staffeln bei größeren Flächen senken ihn. Hinzu kommen Startdünger, Geräte und gegebenenfalls ein Verlegeservice. Eine Aufschlüsselung mit Beispielen steht bei den Rollrasen-Preisen und Kosten pro m². Wenn Sie die Arbeit abgeben möchten, hilft Rollrasen verlegen lassen bei der Frage, was ein Fachbetrieb berechnet.

Wo kaufe ich Rollrasen?

Rollrasen gibt es direkt beim Produzenten, im Baumarkt und im Online-Versand. Unterschiede gibt es bei Mindestmenge, Lieferfenster und Frische. Worauf Sie vor der Bestellung achten, erklärt der Ratgeber Rollrasen kaufen.

Woran erkenne ich gute Qualität?

Prüfen Sie Rollrasen bei der Anlieferung, nicht erst beim Verlegen:

  • Frisch: Gleichmäßiges, sattes Grün. Gelbe oder braune Stellen sind ein Warnzeichen.
  • Gleichmäßig: Die Rollen haben ähnliche Länge, Breite und Dicke. Üblich ist eine Schäldicke von etwa 15 bis 20 mm.
  • Dichte Narbe mit Wurzelfilz: Die Soden halten beim Anheben zusammen.
  • Unkrautfrei: Es wachsen keine fremden Pflanzenarten oder Moos in der Narbe.

Welche Sorte passt?

Die Mischung bestimmt, wofür sich der Rasen eignet: Spiel- und Sportrasen, Zierrasen oder Schattenrasen unterscheiden sich in Gräsern, Belastbarkeit und Pflege. Welche Mischung zu welchem Standort passt, erklärt die Seite Rasensorten und Mischungen.

Welche Formate und Maße gibt es?

Rollrasen gibt es als Kleinrolle, Großrolle und in weiteren Formaten. Die Seite Rollenformate: Maße, Gewicht und Rollenbedarf nennt Länge, Breite und Gewicht je Format. Wie viele Quadratmeter Sie für Ihre Fläche brauchen, rechnet der Rollrasen-Rechner aus.

Wie verlege ich Rollrasen?

Rollrasen sollte am besten am Liefertag, spätestens innerhalb von 24 Stunden nach der Ernte verlegt werden. Bereiten Sie die Fläche vorher vor, damit nach der Lieferung nur noch verlegt werden muss. Alle Schritte von der Bodenvorbereitung bis zum Wässern, mit Werkzeugliste und Zeitbedarf, erklärt die Anleitung zum Rollrasen verlegen.

Wie pflege ich Rollrasen in den ersten Wochen?

Direkt nach dem Verlegen wässern Sie durchdringend und halten den Rasen zwei Wochen täglich feucht. Der erste Schnitt folgt, wenn die Halme etwa 8 bis 10 cm lang sind. Die erste reguläre Düngung kommt nach etwa vier bis sechs Wochen. Die Details stehen bei diesen Seiten:

Rollrasen oder Saat?

Rollrasen ist schneller nutzbar, Saat deutlich günstiger. Welche Variante zu Zeit, Budget und Fläche passt, zeigt der Vergleich Rollrasen oder Rasensaat.

Wofür wird Rollrasen eingesetzt?

Rollrasen kommt in privaten Gärten als Spiel- oder Zierrasen zum Einsatz, aber auch auf Sportplätzen, Parkanlagen und Liegewiesen. Dort lassen sich schadhafte Stellen schnell ausbessern. Für schwierige Lagen wie Schatten gibt es angepasste Mischungen.

Häufige Fragen

Was ist Rollrasen?

Rollrasen, auch Fertigrasen genannt, ist Rasen, der etwa 12 bis 14 Monate auf einem Feld wächst und dann mit einer dünnen Bodenschicht abgeschält und aufgerollt wird.

Welche Vorteile hat Rollrasen?

Die Fläche ist sofort grün und dicht, es wächst zu Beginn wenig Unkraut, und nach etwa zwei Wochen ist sie betretbar. Auch an Hängen sichern die Soden den Boden.

Was kostet Rollrasen pro Quadratmeter?

Das Material kostet je nach Sorte, Menge und Lieferung meist etwa 3,50 bis 10 Euro pro Quadratmeter. Hinzu kommen Lieferung, Startdünger und geliehene Geräte oder die Kosten für den Verlegeservice.

Wie lange hält Rollrasen nach der Lieferung?

Nicht lange. Rollrasen ist frisch geerntet und lebt, er darf nicht austrocknen. Verlegen Sie ihn am Liefertag, spätestens innerhalb von 24 Stunden.

Woran erkenne ich guten Rollrasen?

An gleichmäßigem, frischem Grün ohne braune Stellen, dichter Narbe mit festem Wurzelgeflecht, gleichmäßiger Dicke und weitgehender Unkrautfreiheit.

Welcher Rollrasen ist der beste?

Das hängt vom Standort und der Nutzung ab. Für Spielfläche, Schatten oder Zierrasen eignen sich unterschiedliche Mischungen. Wie Sie die richtige finden, steht bei den Rasensorten.

Ist Rollrasen für Anfänger geeignet?

Ja, wenn der Boden sauber vorbereitet ist und der Rasen in den ersten Wochen nicht austrocknet. Gegenüber Saat entfällt das Warten auf die Keimung.

Ist Rollrasen besser als Rasensaat?

Rollrasen ist schneller nutzbar und anfangs unkrautärmer, aber im Material deutlich teurer. Saat ist günstiger, braucht aber Geduld und mehr Pflege in den ersten Wochen.

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